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Archiv für die Kategorie ‘Tech-Talk’

Warum die FritzBox mit in den Urlaub muss

19. Dezember 2008 gabriel 2 Kommentare

Die Einen werden mich für verrückt halten, die Anderen werden denken: “Geile Idee, würde ich auch so machen”.

Wir sind den ersten Tag im Urlaub in Österreich und ich habe meine komplette Informationsinfrastruktur hier aufgebaut. Naja, komplett ist übertrieben, aber wie andere Leute die Umgebung erkunden erkunde ich erst mal, wie man am neuen Ort am besten Daten ins und aus dem Internet bekommt.

Ausland mit Roamingkoten, das ist die erste Herausforderung. Im eigenen Land ist das ja meist nicht so problematisch, solange man sich im eigenen Mobilfunknetz befindet und sich nicht gerade mitten in der Pampas befindet reicht es immer mal für die Datenkommunikation mit dem “Mobilen drahtlosen Handfernsprecher”.

Also: Im Internet gesucht und auch was  gefunden: bei Aldi (in Öschiland heisst das Hofer) gibt es eine UMTS-Prepaid Karte mit einem GB Daten für 19.95. Das sind Welten gegenüber dem Vorjahr. Damals hab ich mit Mühe und Not eine Prepaid-Karte mit 10 MB(!) für 10 Euronen gefunden. Den passenden UMTS-USB-Stick bei Amazon bestellt, auf der Fahrt ins Skigebiet extra einen “kleinen” Umweg zum (nun auch) DatenDiskounter gemacht und das ganze zum Laufen gebracht. Leider war die Übertragungsrate nicht zufriedenstellend, denn anscheinend ist das Netz hier entweder nicht richtig ausgebaut oder die Software auf dem Mac kann das USB-Gerät nicht dazu überreden, UMTS statt GSM zu verwenden.

Auf jeden Fall sind wir in einem der Hotels, die Peter in seinem Blogpost zu Recht für WLAN-Preise kritisiert hat. Egal:Wenn man “keine Wahl” hat, dann blecht man eben und so zahlte ich dann 28 Euro für ein “Wochenticket”. Das ganze hatte natürlich auch einen zwei Haken: Zum ersten war das Datenvolumen auf 1GB beschränkt (also nix mit YouTube die ganze Nacht) und der zweite Haken war, dass es auf dem Login/Passwort-Zettel hieß, dass der Tarif auf einen Computer beschränkt sein. Das hieße, dass ich meinen Computer mit meiner Frau teilen müsste (völlig inakzeptabel!), auf unsere Handys keine Pushmail funktionieren würde (damit könnte man ja noch so einigermaßen leben), aber das dümmste währe, dass VoiP an einem normalen Telefon nicht richtig funktionieren würde.

Also ging’s ans Basteln: Wenn der Tarif auf einen Computer begrenzt ist, heisst das im Klartext, dass der Server die MAC-Adresse speichert und nur diese zulässt. Warum dann eine MAC-Adresse eines Computers nehmen? Und so baute ich dann folgende Konstruktion: FritzBox an das LAN gehängt, Laptop an die FritzBox und dann den Browser aufgerufen und das erste Mal die Zugangsdaten eingegeben. Somit war die MAC-Adresse von der FritzBox freigeschaltet und alle waren glücklich.

Vorher wurde die FritzBox noch folgendermaßen konfiguriert

  • Erweiterte Einstellungen -> InternetInternet -> ZugangsdatenZugangsdaten
  • Anschluss: Internetzugang über LAN 1
  • Betriebsart: Internetverbindung selbst aufbauen
  • Zugangsdaten: Zugangsdaten werden nicht benötigt (IP)
  • Verbindungseinstellungen:

Das hoteleigene Telefon steckt nun in der RJ11-Buchse der FritzBox und ich kann (dank sipgate.de) ganz normal damit raustelefonieren und angerufen werden, also ob ich zuhause währe (ohne Roaming oder sontige Abzocke der Telefonprovider).

Die DreamBox (auf der ich von Zuhause noch ein paar aufgenommene Filme auf der Festplatte habe, die ich noch nicht angesehen habe) auf dem Hotelfernseher und per Scart-Kabel am diesem angeschlossen. Per Netzwerkkabel ist sie natürlich auch an der FritzBox angeschlossen.

Unsere Handys können nun auch wieder Pushmail (MfE) und das Signal reicht sogar bis runter in die Hotellobby.

Verrückte Welt…

Videoqualität bei youtube

3. Oktober 2008 gabriel 3 Kommentare

Endlich habe ich es geschafft, ein kurzes Video zu erstellen, in dem man unsere Ferienwohnung von innen betrachten kann. Ist zwar schon das Ende der Saison, aber die nächste komme bestimmt.

Geschnitten, ein bisschen Musik darunter gelegt und dann sollte es bei youtube gespeichert und einfach eingeunden werden. Gedacht, getan, aber das Ergebnis hat mich garnicht überzeugt. Miserable Qualität des Videos, die kleine Schrift der Untertitel kaum lesbar.

Beim recherchieren habe ich rausefunden, dass youtube noch alte Codecs für flash7 verwendet, aber es inzwischen möglich ist, die Videos auch in höherer Qualität abzuspielen.Das funktioniert so:

  • Entweder über den Link “ In hoher Qualität ansehen” (das ist nichts besonderes, denn es bleibt damit dem Benutzer überlassen, diesen Link zufällig zu finden
  • Mit dem URL-Parameter &fmt=18 der an dieVidoe-URL angehängt wird (z.B. so: http://de.youtube.com/watch?v=OrWJWlk99wE&fmt=18)
  • Beim Video einbetten wird es schon schwieriger. Dazu habe ich folgenden Code gefunden:
<object width="425" height="355"><param name="movie"
value="http://www.youtube.com/v/OrWJWlk99wE&ap=%2526fmt%3D18">
</param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/OrWJWlk99wE&ap=%2526fmt%3D18"
type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent"
width="425" height="355"></embed></object>

Wobei OrWJWlk99w natürlich durch den Code von Eurem Video ersetzt werden muss.
Hier nun einmal der Vergleich:

Video in normaler Qualitiät

Video in höherer Qualität

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Mapping Openstreetmap (OSM) mit dem Nokia E90

18. September 2008 gabriel Keine Kommentare

Einem echten Datenjunkie wie mir fällt es nicht immer leicht, mich zu motivieren nach draußen zu gehen, obwohl ich weiß, dass es mir eigentlich gut tun würde, an der frischen Luft zu sein. Vielleicht hat sich das zumindest temporär geändert, denn ich habe ein neues Spielzeug entdeckt, dass mit Daten und frischer Luft zu tun hat: Mapping für die Openstreetmap.

Ich brauchte keine neue Hardware oder Software, alles, was dazu nötig war, besitze ich bereits: Einen Computer mit Internetzugang (is’ ja klar), ein Handy mit GPS (natürlich einen Communicator E90!) und ein Fahrrad (mit als Handyhalterung umfunktionierter Kartenhalterung). Die Software, zum aufzeichnen der Geodaten gibt’s von Nokia kostelos und heisst SportsTracker.

Nun los auf’s Fahrrad, vorher den Akku laden nicht vergessen, da GPS immer ein bischen mehr Strom braucht, den SportsTracker anschmeißen und munter durchs Dorf radeln. Nicht vergessen, sich die Straßennamen zu notieren, damit man anschließend auch noch weiß, welche Linie zu welcher Straße gehört.

Sobald man keine Lust mehr auf den vielen Sauerstoff hat (größter Feind des echten Nerd: Sonnenlicht, Sauerstoff und das Gebrüll der Vögel :-) ) kann man nun mit gutem Gewissen (ja, man hat sich in der freien Natur bewegt!) an die Datenschleuder zurückkehren und die Daten aus dem Handy als .gpx exportieren.

Der Mac kann dann die Datei aus dem Handy direkt in die OSM hochladen und man erhält gleich einen Pfad, dem entlang man nun die Straßen nachzeichnen, benennen und beschreiben kann. Eine detailierte Anleitung findet sich hier.

Jeden Mittwoch werden die neuen Straßen, die die Benutzer eingetragen haben, in die offizielle Karte übernommen. Das ist ein nettes Gefühl!

Viel Spaß beim Mappen.

Wer noch nicht so genau weiß, warum es die OSM gibt und warum das ein tolles Projekt ist, dem seien die Blogartikel von Peter Eich zum Thema OSM ans Herz gelegt.

GPS-Track aus dem E90

Endlich Spamfrei – ja, es geht tatsächlich!

22. Oktober 2007 gabriel Keine Kommentare

Hier erfahrt ihr wie ihr eine Methode, wie Euer Emailpostfach wirklich Spamfrei werden kann – und das ganz ohne Spamfilter! Also, es funktioniert folgendermaßen:

Vorraussetzungen:

  • Webserver mit eigenem Mailserver, am besten Sendmail. Sendmail ist bei jeder Linuxinstallation standardmäßig installiert. (z.B. zu haben als VServer bei Hosteurope)
  • Zugriff auf die Konfigurationsdatei von Sendmail – am besten mittels der kostenlosen Adminoberfläche “Webmin” (optional, aber es erleichtert die Sache ungemein!)
  • Domainnamen, Für den man eine Subdomain Mit einem MX-Eintrag konfogurieren kann (z.B. zu haben bei united-domains.de)

Nun zur Vorgehensweise:

  • Es wird eine Subdomain z.B. mx.domainname.com (mx nehme ich gerne, weil es kurz ist und weil es sich nach MailExchange – wie gmx anhört) erstellt und die IP-Adresse, bzw. der MX-Eintrag auf den Mailserver eingestellt.
  • Auf dem Mailserver wird ein Catchall für die Subdomain (nicht für die Hauptdomain!) erstellt, so dass alle Mails, die an irgendwas@mx.domainname.com gehen an das konfigurierte Postfach oder/und an eine Emailadresse gehen.
  • Bei Anmeldungen, z.B. in einem Onlineshop, Onlineforum oder ähnlichem, wir jeweils eine Adresse verwendet, die sich wie folgt zusammensetzt: domainname_ohne_TLD@mx.domainname.com

Diskussion:

Ein Catchall ist nichts besonderes. Dieser wird von den üblichen Spammern mit zufälligen Adressen vollgespammt (nach dem Pirnzp: zufall_zxz_123@domainname.com oder ähnliches). Die Spammer beziehen die Domainnamen aus den Datenbanken der Registrierungsstellen, die öffentlich sind, deshalb hat man dagegen keine Mittel.

Ein Catchall auf einer Subdomain hingegen ist nicht öffentlich und auch nicht zu erraten! Der Name der Subdomain ist nur dem Ersteller bekannt. Es ist (noch) sehr unüblich seine schöne Emailadresse unnötig zu verlängern.

Wenn man sich daran hält, bei Registrierungen immer den Domainnamen vor dem @ zu verwenden kann man nachvollziehen, woher eine (unerwünschte) Email stammt. Dies kann man bei dieser Methode durch die Zieladresse und nicht durch die Absenderadresse. Die Zieladresse ist nicht fälschbar (sonst würde sie ja nicht ankommen) und auch nicht durch ein BCC verschleierbar. Man kann dann im Header der Mail genau sehen, wohin sie geht und daraus schliessen, woher sie kommt, denn man hat ja für jede Anmeldung oder Veröffentlichung einen anderen, aussagekräftigen Namen (siehe oben) gewählt.

Falls nun doch einmal eine Zieladresse für Spam missbraucht werden sollte, kann man diese ganz leicht auf dem empfangenden Mailserver im Sendmail sperren und eine Fehlermeldung an den Spammer zurückgeben.

Alles, was die Regierungen gegen die Spamflut (Gesetze etc.) versuchen, Spamfilter, die das Leben nur noch schwieriger machen, weil man nie weiss, ob die Nachrichten tatsächlich beim Empfänger landen sind mit dieser Methode überflüssig geworden. Bei mir funktioniert sie 100% und ich habe keine einzige unerwünschte Mail mehr in meinem Briefkasten.

Vielleicht macht das Beispiel Schule und wir können damit die Flut eindämmen – bis zu dem Zeitpunkt, wenn sich die Spammer einen neuen Weg suchen, um auch diese Methode zu umgehen…

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