Warum die FritzBox mit in den Urlaub muss

Die Einen werden mich für verrückt halten, die Anderen werden denken: „Geile Idee, würde ich auch so machen“.

Wir sind den ersten Tag im Urlaub in Österreich und ich habe meine komplette Informationsinfrastruktur hier aufgebaut. Naja, komplett ist übertrieben, aber wie andere Leute die Umgebung erkunden erkunde ich erst mal, wie man am neuen Ort am besten Daten ins und aus dem Internet bekommt.

Ausland mit Roamingkoten, das ist die erste Herausforderung. Im eigenen Land ist das ja meist nicht so problematisch, solange man sich im eigenen Mobilfunknetz befindet und sich nicht gerade mitten in der Pampas befindet reicht es immer mal für die Datenkommunikation mit dem „Mobilen drahtlosen Handfernsprecher“.

Also: Im Internet gesucht und auch was  gefunden: bei Aldi (in Öschiland heisst das Hofer) gibt es eine UMTS-Prepaid Karte mit einem GB Daten für 19.95. Das sind Welten gegenüber dem Vorjahr. Damals hab ich mit Mühe und Not eine Prepaid-Karte mit 10 MB(!) für 10 Euronen gefunden. Den passenden UMTS-USB-Stick bei Amazon bestellt, auf der Fahrt ins Skigebiet extra einen „kleinen“ Umweg zum (nun auch) DatenDiskounter gemacht und das ganze zum Laufen gebracht. Leider war die Übertragungsrate nicht zufriedenstellend, denn anscheinend ist das Netz hier entweder nicht richtig ausgebaut oder die Software auf dem Mac kann das USB-Gerät nicht dazu überreden, UMTS statt GSM zu verwenden.

Auf jeden Fall sind wir in einem der Hotels, die Peter in seinem Blogpost zu Recht für WLAN-Preise kritisiert hat. Egal:Wenn man „keine Wahl“ hat, dann blecht man eben und so zahlte ich dann 28 Euro für ein „Wochenticket“. Das ganze hatte natürlich auch einen zwei Haken: Zum ersten war das Datenvolumen auf 1GB beschränkt (also nix mit YouTube die ganze Nacht) und der zweite Haken war, dass es auf dem Login/Passwort-Zettel hieß, dass der Tarif auf einen Computer beschränkt sein. Das hieße, dass ich meinen Computer mit meiner Frau teilen müsste (völlig inakzeptabel!), auf unsere Handys keine Pushmail funktionieren würde (damit könnte man ja noch so einigermaßen leben), aber das dümmste währe, dass VoiP an einem normalen Telefon nicht richtig funktionieren würde.

Also ging’s ans Basteln: Wenn der Tarif auf einen Computer begrenzt ist, heisst das im Klartext, dass der Server die MAC-Adresse speichert und nur diese zulässt. Warum dann eine MAC-Adresse eines Computers nehmen? Und so baute ich dann folgende Konstruktion: FritzBox an das LAN gehängt, Laptop an die FritzBox und dann den Browser aufgerufen und das erste Mal die Zugangsdaten eingegeben. Somit war die MAC-Adresse von der FritzBox freigeschaltet und alle waren glücklich.

Vorher wurde die FritzBox noch folgendermaßen konfiguriert

  • Erweiterte Einstellungen -> InternetInternet -> ZugangsdatenZugangsdaten
  • Anschluss: Internetzugang über LAN 1
  • Betriebsart: Internetverbindung selbst aufbauen
  • Zugangsdaten: Zugangsdaten werden nicht benötigt (IP)
  • Verbindungseinstellungen:

Das hoteleigene Telefon steckt nun in der RJ11-Buchse der FritzBox und ich kann (dank sipgate.de) ganz normal damit raustelefonieren und angerufen werden, also ob ich zuhause währe (ohne Roaming oder sontige Abzocke der Telefonprovider).

Die DreamBox (auf der ich von Zuhause noch ein paar aufgenommene Filme auf der Festplatte habe, die ich noch nicht angesehen habe) auf dem Hotelfernseher und per Scart-Kabel am diesem angeschlossen. Per Netzwerkkabel ist sie natürlich auch an der FritzBox angeschlossen.

Unsere Handys können nun auch wieder Pushmail (MfE) und das Signal reicht sogar bis runter in die Hotellobby.

Verrückte Welt…

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2 Responses

  1. Verrückter Kerl… hoffe du bist auch Ski gefahren!

  2. gabriel sagt:

    Klar, Ski sind wir auch gefahren (Frederik am meisten). Habe jetzt sogar noch etwas Muskelkater
    😉
    Wir haben uns im März gleich noch mal eingebucht.

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