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	<title>Gabriel Schreiber’s Blog &#187; Demoktratie</title>
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	<description>Yet Another Blog from the Lake</description>
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		<title>Direkte Demokratie &#8211; &#252;ber die Hintert&#252;r?! &#8211; den w&#252;rde ich w&#228;hlen!</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 13:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gabriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit ich mich erinnern kann, &#252;ber Politik zu reden wird immer wieder &#252;ber das Thema &#8220;Direkte Demokratie&#8221; diskutiert. Die einen meinen, man k&#246;nne  wichtige Entscheidungen nicht in die Hand der Masse legen, denn diese h&#228;tte keine wirklich fundierte Entscheidungskompetenz und w&#252;rden den Bed&#252;rfnissen der Minderheiten nicht gerecht werden, die Anderen meinen, es sei das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ich mich erinnern kann, &#252;ber Politik zu reden wird immer wieder &#252;ber das Thema &#8220;Direkte Demokratie&#8221; diskutiert. Die einen meinen, man k&#246;nne  wichtige Entscheidungen nicht in die Hand der Masse legen, denn diese h&#228;tte keine wirklich fundierte Entscheidungskompetenz und w&#252;rden den Bed&#252;rfnissen der Minderheiten nicht gerecht werden, die Anderen meinen, es sei das einzige Allheilmittel gegen Politikverdrossenheit und die Schweiz h&#228;tte ihre lange Erfolgsgeschichte diesem System zu verdanken. In meinen Augen liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.</p>
<p>Das Problem mit dem jetzigen System der repr&#228;sentativen Demokratie ist, dass die B&#252;rger sich immer weniger repr&#228;sentiert f&#252;hlen und das zu einer Politikverdrossenheit die sich in einer immer niedrigeren Wahlbeteiligung ausdr&#252;ckt, f&#252;hrt. Der Wahlkampf in den USA hat gezeigt, dass wieder mehr W&#228;hler mobilisiert werden k&#246;nnen, wenn man &#8220;direkt&#8221; mit ihnen kommuniziert (Twitter, personalisierte SMS etc.) und sie das Gef&#252;hl bekommen, geh&#246;rt zu werden und ein Teil des Entscheidungsprozesses zu sein. Auch neuere Massenph&#228;nomene wie Twittern und Bloggen dr&#252;cken das Bed&#252;rfnis der Menschen aus, am Geschehen teil zu nehmen und nicht mehr nur passiv zu beobachten.</p>
<p>Man kann &#8211; ebenfalls so lange ich mich zur&#252;ck erinnern kann &#8211; Initiativen zur Einf&#252;hrung einer Direkten Demokratie beobachten, die jedoch meist alle entweder ganz gescheitert sind, mangels Interesse im Sande verlaufen sind oder immer noch auf Sparflamme vor sich hin d&#252;mpeln. Es hat den Menschen anscheinend auch nie so auf den N&#228;geln gebrannt, dass sich wirklich eine gro&#223;e Masse um das Thema gek&#252;mmert hat.</p>
<p>Ich finde das Thema trotzdem nach wie vor spannend aber bin auch der Ansicht, dass die Einf&#252;hrung einer solchen Demokratieform einen viel zu gro&#223;en Umbruch darstellen w&#252;rde, als dass sich die etablierten, amtierenden M&#228;chtigen daf&#252;r stark machen k&#246;nnten (oder wollten), noch dass eine Bewegung aus dem Volk Chancen h&#228;tte, mehr direkt-demokratische Elemente mit den jetzigen Machthabern in unserem doch recht eingefahrenen System zu erstreiten.</p>
<p>Mein Idee sieht ein bisschen anders aus und wirft nicht gleich ein ganzes System (was ja trotz allem doch einigerma&#223;en gut funktioniert) &#252;ber den Haufen. Ich stelle mir folgendes vor:</p>
<p>Ein Abgeordneter, der ein Mandat im Bundestag (oder in einem anderen demokratischen Gremium) hat, verpflichtet sich &#246;ffentlich, ausschlie&#223;lich so zu stimmen, wie es seine W&#228;hler f&#252;r die jeweilige Entscheidung mehrheitlich von ihm w&#252;nschen. Eigentlich ganz einfach und eigentlich ja auch auch irgendwie selbstverst&#228;ndlich (obwohl es momentan ja nicht so l&#228;uft).<br />
Dazu w&#252;rde ein (recht einfach zu bauendes) System geschaffen werden, mit dem jeder (Berechtigte) zu dem jeweils zur Abstimmung stehenden Thema einmal im abstimmen k&#246;nnte. Dieses System besteht aus einem webbasierendes Abstimmungssystem. Hier werden gleichzeitig alle relevanten Informationen, die ben&#246;tigt werden, um sich &#252;ber das Thema, welches zur Abstimmung steht, zu informieren, bereit gestellt. Es werden auch Diskussionsforen zum Thema angeboten, damit diejenigen, die Abstimmen sollen, auch untereinander Meinungen austauschen k&#246;nnen.</p>
<p>F&#252;r den Abgeordneten h&#228;tte so ein System und das Bekenntnis dazu mehrere Vorteile. Zum einen w&#228;hre er damit ein wirklicher Repr&#228;sentant seiner W&#228;hler und k&#246;nnte sich in der Diskussion immer darauf berufen. Keine &#8220;Umfragewerte&#8221; mehr, kein &#8220;tappen im Dunkeln&#8221;, kein &#8220;Erraten der W&#228;hlermeinung&#8221; mehr. Das n&#228;chste, das f&#252;r ihn von Nutzen w&#228;hre, w&#228;hre (zumindest wenn er der Erste ist, der sich dazu bekennt) eine gewisse &#246;ffentliche Aufmerksamkeit und partei&#252;bergreifende W&#228;hlerstimmen von W&#228;hlern aller Parteien, denn er ist ja nun &#8220;Ideologiefrei&#8221;.</p>
<p>Ich f&#228;nde das ein spannendes Experiment, bei dem es sehr viel zu gewinnen und im Verh&#228;ltnis dazu wenig zu verlieren gibt.<br />
Also liebe Abgeordnete, wer macht den ersten Schritt?</p>
<p>Diesen &#8220;Direkten Demokraten&#8221; w&#252;rde ich w&#228;hlen &#8211; egal welcher Partei er angeh&#246;rt!</p>
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