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Archive for September, 2008

Das erste mal auf einen BarCamp! – Wie? – BarWas??

29 Sep

Heute war mal wieder etwas neues und Spannendes angesagt: Ein BarCamp!

Und zwar dieses hier in Stuttgart: BarCamp Stuttgart

Was ist denn das? – Das fragte ich mich von ein paar Wochen auch noch. Ich musste es mir auch zweimal erklären lassen, bis ich es verstand – aber dann machte es sofort diesen besonderen “Klick” bei dem man denkt: “Wow, genial, warum gibt es so etwas erst jetzt auf meinem Radar bzw. in der Welt” und “Warum hat niemand früher dese Idee gehabt”.

Was ist das denn nun? Hier eine kurze Erklärung:

Ein BarCamp ist eine Veranstaltung – oder eine Art Tagung, bei der es – außer einem groben Thema – keine Vorgaben gibt. Jeder, der möchte, kann einen Vortrag (sog. Session) halten. Am Anfang wird in einer kurzen Runde kund getan, wer gerne was vortragen möchte und mit Handzeichen Interesse bekundet (oder eben auch nicht). Dann werden die Vortragsvorschläge auf einen Zettel geschrieben und an einer Pinnwand  den entsprechenden Räumen und Zeiten, die zur Verfügung stehen, zugeordnet.

Die einzige Regel, die es gibt, lautet: Nicht kritisieren, sondern besser machen.

Der Begriff BarCamp kommt nicht von der “Bar” (Trinken / Tresen) sondern hat eine lustige Geschichte: In der Informatik gibt es die Begriffe “foo” und “bar”. Sie werden als sog. “metasyntaktische Variablen” verwendet. D.h. Variablen die keine Bedeutung und keinen Inhalt haben. Immer wenn etwas getestet werden soll, aber noch keine Daten vorhanden sind, wird “foo” und “bar” gerne benutzt.

Tim O’Reilly ist der Erfinder des FooCamps, das genauso funktioniert, wie das gerade beschriebene BarCamp. Da man dafür jedoch vom O’Reilly Verlag eingeladen werden musste, etablierte sich ein der abgewandelte Begriff des BarCamps. Analog zu den Begriffen “Copyright” und “Copyleft”.

Ich habe mich dort in dieser Atmosphäre unter den Teilnehmern sehr wohl gefühlt und es war sicher nicht das letzt Mal, dass ich auf einem BarCamp war.

Vielen Dank, Peter, für’s Anregen und für’s Mitnehmen!

 
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Mapping Openstreetmap (OSM) mit dem Nokia E90

18 Sep

Einem echten Datenjunkie wie mir fällt es nicht immer leicht, mich zu motivieren nach draußen zu gehen, obwohl ich weiß, dass es mir eigentlich gut tun würde, an der frischen Luft zu sein. Vielleicht hat sich das zumindest temporär geändert, denn ich habe ein neues Spielzeug entdeckt, dass mit Daten und frischer Luft zu tun hat: Mapping für die Openstreetmap.

Ich brauchte keine neue Hardware oder Software, alles, was dazu nötig war, besitze ich bereits: Einen Computer mit Internetzugang (is’ ja klar), ein Handy mit GPS (natürlich einen Communicator E90!) und ein Fahrrad (mit als Handyhalterung umfunktionierter Kartenhalterung). Die Software, zum aufzeichnen der Geodaten gibt’s von Nokia kostelos und heisst SportsTracker.

Nun los auf’s Fahrrad, vorher den Akku laden nicht vergessen, da GPS immer ein bischen mehr Strom braucht, den SportsTracker anschmeißen und munter durchs Dorf radeln. Nicht vergessen, sich die Straßennamen zu notieren, damit man anschließend auch noch weiß, welche Linie zu welcher Straße gehört.

Sobald man keine Lust mehr auf den vielen Sauerstoff hat (größter Feind des echten Nerd: Sonnenlicht, Sauerstoff und das Gebrüll der Vögel :-) ) kann man nun mit gutem Gewissen (ja, man hat sich in der freien Natur bewegt!) an die Datenschleuder zurückkehren und die Daten aus dem Handy als .gpx exportieren.

Der Mac kann dann die Datei aus dem Handy direkt in die OSM hochladen und man erhält gleich einen Pfad, dem entlang man nun die Straßen nachzeichnen, benennen und beschreiben kann. Eine detailierte Anleitung findet sich hier.

Jeden Mittwoch werden die neuen Straßen, die die Benutzer eingetragen haben, in die offizielle Karte übernommen. Das ist ein nettes Gefühl!

Viel Spaß beim Mappen.

Wer noch nicht so genau weiß, warum es die OSM gibt und warum das ein tolles Projekt ist, dem seien die Blogartikel von Peter Eich zum Thema OSM ans Herz gelegt.

GPS-Track aus dem E90